Einen professionellen Businessplan für den Einzelhandel erstellen

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    Businessplan Einzelhandel und Retail
    Businessplan für den Einzelhandel - Bild #458690175 © hocus-focus - iStock.com

    Was ist ein Businessplan und warum ist dieser für den Einzelhandel so wichtig?

    Zwischen einer Geschäftsidee und einer erfolgreichen Umsetzung liegt ein durchdachter, präzise formulierter und finanziell geprüfter Businessplan. 

    ► Ein Businessplan ist die ordentlich strukturierte und prägnant formulierte Zusammenfassung einer Geschäftsidee. Auch ein Unternehmenskonzept kann so interessierten Partnern oder Investoren präsentiert werden.

    Wichtige Bausteine eines Businessplans für den Einzelhandel sind: 

    • Strategie des Unternehmen, Ziele , Vision, Planung der Ladeneröffnung
    • Analyse über den Markt, Branche, Wettbewerber und Zielgruppen
    • Strategie für Marketing und Vertrieb
    • Prozesse und OrganisationAnalyse der Chancen und Risiken
    • Finanzierungsplan inklusive Rentabilität und Liquidität

    Der Finanzierungsplan sollte so aufbereitet sein, dass mögliche Investoren auf einen Blick erkennen, ob sich die Geschäftsidee für sie lohnt

    ► Teil des Finanzplanes sollten die Kalkulationen eines ehrlich prognostizierten Umsatzes, die vermuteten Kosten, die Marge sowie das daraus resultierende Gesamtergebnis sein. Wichtig dabei ist die Liquiditätsplanung. So wird der für das Projekt oder das Unternehmen benötigte Kapitalbedarf ermittelt. Ein mit Weitsicht und finanzieller Verantwortung angelegter Businessplan zu einer Unternehmensgründung kann der Leitfaden für die ersten Monate, wenn nicht gar Jahre eines Unternehmens sein. 

    Für kleinere Sparten oder Abteilungen können auch separate Businesspläne erstellt werden. Ein Beispiel wäre hier die Eröffnung einer Gastronomie / Bar. Solche unternehmensinternen Businesspläne setzen andere Schwerpunkte als bei einem für die gesamte Geschäftsgründung. Differenzierter sind hierbei meist vor allem die Controlling-Instrumente. Sollte intern eine Neuproduktion über einen Businessplan angegangen werden, beinhaltet dieser häufig neben einer Markt- und Konkurrenzanalyse auch einen Schwerpunkt auf den eigenen Vertrieb und das Marketings. 

    Wie erstellt man einen Businessplan im Einzelhandel?

    ► Einen perfekten Businessplan zu erstellen ist für Firmengründer und erstmalig Selbstständige nicht immer einfach. Man muss bei dabei vieles beachten. Online kann man sich meist kostenlose Businessplan-Vorlagen herunterladen. Wer selbst einen erstellen will, sollte folgende Punkte beachten.

    Die Länge eines Businessplans sollte für relativ einfache Geschäftsmodelle zwischen 20 und 30 Seiten liegen. Pläne für aufwendige Unternehmungen mit einem vergleichsweise großen Kapitalbedarf dürfen aber auch an die 100 Seiten umfassen

    ► Denken Sie bei der Erstellung immer an Ihren Adressaten. Wen wollen Sie mit dem Businessplan überzeugen und was ist für diesen Interessenten besonders wichtig. Um Ihren Angaben einen höheren Wert zu verleihen, empfiehlt sich die Angabe von Quellen, auf die Sie Ihre Annahmen stützen.

    Businessplan im Einzelhandel – Bild #611883914 © artisteer – iStock.com

    Je nach dem Plenum können Sie einzelne Kapitel besonders ausführlich herausarbeiten. Klar, eindeutig und plausibel sollten jedoch immer die Geschäftsidee, das angestrebte Angebot inkl. der Zielgruppe und die Finanzierung sein. Eine ausführliche Marktanalyse ist daher Pflicht und sollte im Businessplan auf jeden Fall enthalten sein. 

    Was gehört zu einem detaillierten Businessplan im Einzelhandel?

    Dazu gehört auch eine detaillierte Analyse der Wettbewerber und eine Prognose wie sich der Markt und die Wettbewerbssituation entwickeln können. 

    ► Wie der Weg und das ferne Ziel des Unternehmens aussieht, sollte ebenfalls detailliert beschrieben werden. Achten Sie dabei für sich sowie für Investoren auf die Beschreibung der kurz-, mittel- und langfristigen Ziele. Diese Definition der Ziele erlaubt es, sich selbst und den Unternehmenserfolg immer wieder zu prüfen und auch zu hinterfragen

    Wer seine Ziele kennt, kann nun in einem weiteren Teil der Strategie festlegen, wie man diese erreichen will. Hier kann man zum Beispiel den konkreten Nutzen und die Alleinstellungsmerkmale definieren, den die unterschiedlichen Zielkunden aus den angebotenen Waren und Dienstleistungen ziehen können. Strategisch wichtig ist, dass man hier auch die Unterschiede zu den Konkurrenten darstellt.

    Werbung und Marketing für Einzelhändler sind in der heutigen Geschäftswelt unverzichtbar. Selbst das beste Produkt bleibt ein Ladenhüter, wenn niemand davon weiß. Daher gehört es zum Businessplan, die regionalen sowie überregionalen Werbemöglichkeiten aufzuschlüsseln, sowie deren einzelne Potentiale wie zum Beispiel von Social-Media-Kanäle zu beleuchten. 

    Um die Wahl der Rechtsform zu Argumentieren, sollte auch die Themen Recht sowie Steuern berücksichtigt werden. Ebenso dokumentiert man hier, ob alle Genehmigungen vorhanden sind und welche eventuell noch fehlen. Der Firmenname im rechtsverbindlichen Wortlaut sowie eine Aufschlüsselung der Buchhaltung können hier ebenso Platz finden. 

    Welche Punkte sind im Businessplan für den Einzelhandel besonders wichtig?

    ► Den Fragen nach dem Standort und den Mitarbeitern sollte ein eigenes Kapitel gewidmet werden. Dabei ist nicht nur das Wo, sondern auch das Warum zu klären. Bei den Mitarbeitern sollte man detailliert auf die Anzahl, als auch auf deren bestmögliche Qualifikationen und die Kosten eingegangen werden. 

    Trotz der besten Geschäftsidee, bildet der Finanzplan das Zentrum jedes Businessplans. Die Berechnungen zu Gewinn und Verlust, welche Investitionen wann, warum und in welcher Höhe getätigt werden müssen sowie die Liquidität sollten hier detailliert dargelegt werden. 

    ► Kein Businessplan kommt ohne eine gute SWOT-Analyse aus. Darin werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens zusammengefasst. So kann auf einen Blick das Potenzial und die Erfolgschancen erfasst werden. Der Unternehmer selbst sieht durch die SWOT-Analyse ebenfalls das eigene Risiko und kann besser einschätzen, ob er dazu auch bereit ist.

    Am Ende wartet gut formuliertes Fazit, das alle wesentlichen Punkte kurz und bündig zusammenfasst. Auch hier muss die Konzentration hochgehalten werden, und keine Fehler passieren. Denn gerade das Fazit wird meist sehr aufmerksam gelesen und vermittelt den letzte Eindruck, den der Leser gewinnt – und dieser bleibt langfristig in Erinnerung.


    Häufig gestellte Fragen zum Businessplan

    Wann brauche ich einen Businessplan als Einzelhändler?

    Vor der Gründung eines Geschäfts sollte man sich intensiv mit der Geschäftsidee und den Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Ein Businessplan für den Einzelhandel ist wie eine Roadmap, die Ihnen aufzeigt, wie solide das Unternehmen finanziert sein muss, wie sich die Wettbewerbssituation darstellt und wie groß die Chancen auf einen langfristigen Erfolg sind.

    Das ist für Sie selbst eine gute Kontrolle, ob Sie vor der Gründung auch an alle wichtigen Faktoren gedacht haben, wird jedoch noch wichtiger, wenn Sie bei der Gründung auf Fremdkapital angewiesen sind. Denn in der Regel verlangen Investoren einen detailliert ausgearbeiteten Businessplan um die Chancen und Risiken des Investments zu bewerten.

    Was ist bei der Erstellung eines Businessplans für den Einzelhandel wichtig?

    Achten Sie bei der Erstellung des Businessplans immer darauf, an wen dieser Adressiert sein soll. Also welche Person, Bank, Lieferanten oder Partner Sie von Ihrer Idee und dem Geschäftsmodell überzeugen wollen. Je nachdem, wer Sie unterstützen soll, hat dieser andere Schwerpunkte in der Bewertung Ihrer Geschäftsidee.

    Während es einer Bank meist um die solide Kalkulation und das Potenzial für Umsatz und Ertrag geht, sind Lieferanten bei einer Kooperation oft mehr an den Chancen neuer Absatzkanäle und Absatzmengen interessiert. Wer sich dem Interesse seines Adressaten bewusst ist, kann die Argumentation und die Intensität einzelner Bausteine im Businessplan gut nutzen. 

    Was muss ein Businessplan für den Einzelhandel alles beinhalten?

    Generell muss der Businessplan Aufschluss über die Geschäftsidee, die Ziele und die Vision enthalten. Aber auch die Punkte Marktsituation, Wettbewerbsanalyse, Zielkundenanalyse und eine SWOT-Analyse gehören ebenfalls detailliert ausformuliert. Wichtig für die richtige Finanzierung ist vor allem eine gut geplante Kalkulation für die Punkte Investition, Umsatz, Finanzierung, Rentabilität und Liquidität.

    Zu einem guten Businessplan gehören jedoch auch eine Idee für Marketing und Vertriebskanäle sowie das benötigte Team an Mitarbeitern, die Organisation und Arbeitsprozesse. Wenn all diese Punkte plausibel ineinandergreifen und gut formuliert dargestellt werden, steht einer erfolgreichen Unternehmung eigentlich nichts mehr im Weg. Eine Checkliste für die Laderöffnung finden Sie bei Storefitting.com.   

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