Hygienemaßnahmen im Einzelhandel

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    Hygienevorschriften für den Einzelhandel
    Hygienemaßnahmen für den Einzelhandel - Bild #1237161016 © Ta Nu - iStock.com

    Die Hygienestandards sind ein Hauptgrund, warum die Menschen seit Jahrhunderten im Durchschnitt immer älter werden. Im Mittelalter passierte vieles, was heute hinter verschlossenen Toilettentüren passiert, auf der Straße. Die Entwicklung von damals bis heute hat gezeigt, dass Hygienemaßnahmen das Wohlbefinden und den Lebensstandard erhöht. 

    ► Auch im Einzelhandel werden gezielt Maßnahmen vorgeschrieben und eingehalten, die zu einer kontinuierlichen Hygiene beitragen. Die Sauberkeit der Hände und aller Gegenstände, die sowohl Kunden wie auch Mitarbeiter regelmäßig berühren, sollte in jedem Geschäft gewährleistet sein. Bei Supermärkten sollte zum Beispiel die Reinigung von Einkaufswägen in regelmäßigen Zeitabständen vollzogen werden..

    Händewaschen auch im Einzelhandel oft sinnvoller als Desinfizieren

    ► In Kliniken sind die Hygienevorgaben besonders streng. Diese rigorosen Maßnahmen sind sowohl in Privathaushalten wie auch im Einzelhandel übertrieben. Laut Experten reicht es, sollte man einen kranken Menschen zuhause pflegen, einfach normale und gute Reinigungsmaßnahmen einzuhalten. Desinfektionsmittel seien nicht notwendig. 

    Wichtig für Kunden und Angestellte eines Ladens ist, man sollte sich nach Verlassen des Shops die Hände gründlich waschen. Die oft verwendeten antibakteriellen Desinfektionsmitteln töten zwar fast 100 % der Keime ab, was bei Viren oder Sporen aber nicht zwingend erforderlich ist. Händewaschen hilft genauso, da Seifen die äußere Schicht von Viren nach rund 30 Sekunden auflösen können. 

    Ob man sich die Hände mit heißem, warmem oder kaltem Wasser wäscht, spielt keine Rolle

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    Während dieser 30 Sekunden Händewaschens sollte man die Seife gut auf den Händen verteilen und dabei auch die Fingerzwischenräume nicht vergessen. Ob man sich die Hände mit heißem, warmem oder kaltem Wasser wäscht, spielt keine Rolle. Die Hände anschließend gut abwaschen und abtrocknen. Das Abtrocknen schafft es, durch mechanischen Abrieb weitere Krankheitserreger abzuschrubben. Damit das Händewaschen an sich den Händen nicht schaden kann, empfiehlt es sich, eine Handcreme zu verwenden. Die 30-Sekunden-Regel gilt im Übrigen auch beim Einreiben mit Desinfektionsmittel. 

    Wie reinigt man Flächen im Einzelhandel gründlich?

    ► Neben der persönlichen Körperhygiene sind es oftmals Flächen in den Läden und Shops, die durch Husten oder andere Tätigkeiten kontaminiert sein könnten. Speziell Flächen, die häufig von Händen berührt werden, oder gar mit Schleimhäuten oder anderen Körperflüssigkeiten in Kontakt geraten, sind risikoreich. Dort liegender Staub kann sogar viele Keime mitverbreiten. 

    Wichtig bei der Reinigung solch sensibler Bereiche, speziell in Abteilungen mit Lebensmitteln ist es,  dass die Flächen nach einer Desinfektionsbehandlung mit sauberem Trinkwasser nachgespült und anschließend mit frischen Tüchern abgewischt werden sollten. 

    Abstandsregeln Hygienemassnahmen für den Einzelhandel
    Hygienemaßnahmen für die Gastronomie und den Einzelhandel – Bild #1248941136 © Alexandros Michailidis – iStock.com

    Wenn gröbere Verschmutzungen auftreten, müssen diese vor einer Desinfektion entfernt werden. Organisches Material wie Blut oder Ausscheidungen sollte man mit einem in Desinfektionsmittel eingeweichten Einwegtuch entfernen. Das Tuch wird anschließend entsorgt, die Fläche erneut desinfiziert. 

    Schnell sprühen oder doch wischen? Experten raten speziell im Lebensmittelbereich dazu, statt das Desinfektionsmittel aufzusprühen, es stattdessen immer zu verwischen. Durch das Sprühen bilden sich Tröpfchen, die womöglich nicht alle Stellen erfassen. Möchte man es dennoch so handhaben, sollte man im Nachhinein immer darüberwischen

    Hygienerichtlinien der IHK für den Einzelhandel

    ► Die IHK gibt einige Richtlinien bei der Reinigung vor. Man sollte mit einer Grobreinigung beginnen. Kehren, Saugen und nass Durchwischen sind dabei Standard. Dabei rät die IHK dazu, heißes Trinkwasser mit Reinigungsmittel nach den Herstellerangaben zu verwenden.

    Anschließend sollte mit klarem, heißem Wasser nachgespült werden, damit Lebensmittel mit Reinigungsmittelresten nicht in Berührung kommen. Für das Abtrocknen der Oberflächen sollten Einwegtücher aus Papier oder jeden Tag gereinigte und gewechselte Stofftücher verwendet werden.


    Häufige Fragen zu Hygienemaßnahmen im Einzelhandel

    Bin ich als Einzelhändler verpflichtet, Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen?

    Da sich die Gesetzeslage besonders in Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit ändern kann, sollten Einzelhändler die aktuelle Lage stets im Blick behalten und sich auf öffentlichen Webseiten wie der IHK oder dem Bundesministerium für Gesundheit informieren. Auch wenn es von Gesetzgeberseite keine Verpflichtung gibt, Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen, kann dies für Kunden ein zusätzlicher Service sein den sie gerne annehmen und ihnen auch eine höhere Sicherheit in Ihrem Geschäft vermittelt. Dies kann die Verweildauer und den Wohlfühlfaktor steigern.

    Sollte ich meinen Kunden eine Alltagsmaske für den Besuch meines Geschäfts anbieten?

    Das Menschen in der Öffentlichkeit Alltagsmasken tragen, hat sich in relativ kurzer Zeit auch in Deutschland schon fast zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt. Den meisten Kunden ist die aktuelle Maskenpflicht in Geschäften bewusst und haben aus diesem Grund ihre eigene Maske stets dabei. Dennoch kann es passieren, dass ein Kunde seine Maske im Auto vergessen hat oder einfach keine Maske besitzt. Hier kann es helfen und einen zusätzlichen Service darstellen, Kunden einen Einweg-Mundschutz anzubieten.

    Welche Maßnahmen kann ich im Einzelhandel treffen, um die Hygienemaßnahmen zu erfüllen?

    Das kontinuierliche Reinigen der Oberflächen und das tragen von Alltagsmasken bietet bereits einen guten Schutz vor Infektionen und schafft eine gute Hygienegrundlage. Im Kassenbereich können zusätzliche Trennwände aus Glas oder Plexiglas helfen. Um Kunden beim Einhalten der Abstandsregeln zu unterstützen, können Sie in der Kassenzone und im Bereich der Umkleidekabinen auch Bodenmarkierungen im Abstand von 1,5 bis 2 Metern anbringen. Mittlerweile werden auch “intelligente” Screens angeboten, die anzeigen, wie viele Personen bereits im Geschäft sind und welche Anzahl an Personen noch zulässig sind.

    Ob einzelne Maßnahmen vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden, richtet sich meist nach aktuellen Fallzahlen der Corona-Infektionen und kann sich daher täglich ändern. Um informiert zu bleiben, empfiehlt sich ein täglicher Blick in die Nachrichten oder auf die Website des Bundesministerium für Gesundheit.

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