Infektionsgefahr mit Corona-Viren durch Einkaufswägen im Einzelhandel

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    Infektionsgefahr durch Einkaufswägen im Einzelhandel
    Infektionsgefahr durch Einkaufswägen im Einzelhandel reduzieren - Bild #1131619462 © dutchphotography - iStock.com

    Würden Sie eine Toilette als Einkaufswagen verwenden? Laut Dr. Reinier Mutters vom Universitätsklinikum Marburg ist die Belastung mit Bakterien auf Einkaufswägen jedoch deutlich höher als auf einer Toilette. 

    Die Belastung mit Bakterien auf Einkaufswägen ist deutlich höher als auf einer Toilette. 

    Bis die Corona-Krise ihren Lauf nahm, wurden Toiletten in Läden und Einkaufszentren mehrmals am Tag gereinigt. Für Einkaufswägen galt dies nicht. Wie hoch ist allerdings in heutigen Zeiten die Infektionsgefahr für Kunden durch das Verwenden der Einkaufswägen? 

    Allgemeines Ansteckungsrisiko durch Coronaviren

    Medizinisch-mikrobiologische Experten wie Dr. Christiane Scherer sind sich einig, „das höchste Ansteckungsrisiko durch Coronaviren haben wir eindeutig durch den direkten Kontakt zu infizierten Personen“. Man geht nach den bisherigen Studienergebnissen davon aus, dass das Coronavirus auf trockenen Oberflächen nicht sehr stabil ist.

    Ausgehend davon ist die Übertragung durch den Kontakt mit Oberflächen bedeutend weniger wahrscheinlich. Tests ergaben auch, dass selbst in Wohnungen, in denen infizierte Personen leben, auf Flächen keine oder nur sehr wenige aktive Coronaviren nachzuweisen waren. 

    Dennoch sagen Experten auch, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass man durch das Berühren von Gegenständen wie Griffen von Einkaufswagen, die zuvor ein Infizierter ebenfalls anfasste, nicht doch angesteckt werden kann. 

    Schleimhäute nicht berühren

    Der Mensch fasst sich durchschnittlich 800-mal am Tag ins Gesicht.

    Der Virus dringt aber nicht durch die Haut in den menschlichen Organismus ein. Er wird über die Schleimhäute aufgenommen. Und hier entsteht beim Anfassen kontaminierter Gegenstände auch das Problem. Der Mensch fasst sich durchschnittlich 800-mal am Tag ins Gesicht. Dies geschieht in der Regel unbewusst. Beim Kratzen, Nachdenken oder um das Minenspiel zu unterstreichen sind die Hände im Gesicht zu finden. 

    Beim Thema Übertragung von Viren durch die Hände ist es also grundsätzlich egal, ob man Handschuhe trägt oder nicht. Was helfen kann, ist das strenge und nach jedem Kunden auffrischende Desinfizieren der Griffe des Einkaufswagens. 

    Einkaufswagen verringern im Einzelhandel dennoch die Ansteckungsgefahr

    Eine professionelle Einkaufswagenreinigung kann dennoch ein wirksames Mittel sein, um die Verbreitung von Viren einzudämmen. Der Wagen bringt automatisch einen Sicherheitsabstand zwischen die Kunden.

    Infektionsgefahr durch Einkaufswägen reduzieren
    Einkaufswägen erleichtern die Abstandsregeln im Einzelhandel – Bild #1217249620 © Greenseas – iStock.com

    Viele Supermärkte nehmen ihre Kunden dabei in die Pflicht, indem sie Einkäufe ausschließlich mit Einkaufswägen erlauben. Zudem vergrößern sie den Kundenabstand auch dadurch, dass pro Einkaufswagen nur noch eine maximal zwei Personen den Laden betreten dürfen. Dies negiert auch die Möglichkeit, mit der Familie einzukaufen. 

    Händewaschen im Kampf gegen Viren ist auch im Einzelhandel Trumpf

    Damit Viren und andere Krankheitserreger ganz allgemein weniger Chancen haben, sollte man statt Handschuhe zu tragen sich öfter die Hände waschen. 30 Sekunden die nassen Hände mit Seife massieren, dabei weder die Fingerzwischenräume noch den Bereich unter den Fingernägeln vergessen, das zerstört die äußere Schicht eines Virus und diesen somit auch. 

    Bargeldloses Zahlen verringert die Ansteckungsgefahr im Einzelhandel

    Das bargeldlose Zahlen ist durch die Corona-Krise zum Hauptzahlungsmittel im Einzelhandel geworden. Zudem setzen manche Läden bereits auf Smart Mirrors, um die Bestellungen der Kunden entgegenzunehmen.

    Eingabefelder auf Touchscreens oder bei der Kartenzahlung nur mit dem kleinen finger bedienen.

    Ein wichtiger Tipp, den Einzelhändler den Kunden mitgeben können ist es, sowohl am Code-Eingabefeld für die Kartenzahlung als auch bei Smart Mirrors oder Touchscreens nur mit dem kleinen Finger zu arbeiten. Der Grund, mit diesem berührt sich der Mensch im Gesicht und somit an den Schleimhäuten am wenigsten. 

    Die meisten Einzelhändler setzen beim Kampf gegen Corona-Viren auf eine Art Spuckschutz. Dies ist eine Durchsichtige Scheibe bzw. Hygieneschutzwand, die die Verkäufer von den Kunden trennt. Dadurch lassen sich Infektionen ebenfalls hemmen und sind ein guter Schutz in der heutigen Zeit.

    Das Risiko einer Infektion bei der Fahrt zum Einzelhandel verringern

    Das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel, um zum Geschäft zu kommen, birgt durch das Drücken von Türöffnern durchaus Ansteckungspotenzial. Viele Anbieter öffentlicher Busse halten ihre Fahrer daher an, bei jedem Stopp automatisch alle Türen zu öffnen. Damit muss niemand mehr auf die Öffner innen sowie außen drücken. 

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