Die 8 Erfolgsfaktoren im Storedesign

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Ein freundliches Miteinander und ein passendes Sortiment sind Grundlagen für einen erfolgreichen Laden. Zu diesen Grundlagen zählt aber auch ein stimmiges Bild der Ladeneinrichtung. Für Einzelhändler, deren Kernkompetenzen in der Beschaffung und im Verkauf von Waren liegen, können Ladenbauer als Experten wichtige Impulse liefern. Verkaufsfördernde und kundenbindende Ladenbaumaßnahmen können mittels kurz- wie auch langfristiger Strategien realisiert werden. Dabei steht immer der Kunde im Zentrum der Überlegungen.

Verlassen ausgetretener Pfade

► So erfolgreich und wichtig im Alltag zum Beispiel bei Franchise-Unternehmen für die Markenbildung sein kann, steht sie zuweilen auch der Realisierung frischer Ideen im Ladenbau im Weg. Kunden wollen beides – das Vertraute wiedererkennen und durch originelle Anregungen positiv überrascht werden. „Variety Seeking“ ist ein Trend im Retail. Dabei machen sich Kunden aus Neugier auf, andere Marken oder neu gestaltete Geschäfte zu erkunden.

Kunden überraschen, neugierig machen und emotional binden.

Dass man Neugier aber nicht nur mit Neuem, sondern vor allem mit Außergewöhnlichem, mit noch nie da Gewesenem wecken kann, ist bekannt. Daher kann es wirtschaftlich von Vorteil sein, kreative und durchaus gestalterisch riskante Wege zu beschreiten. So funktioniert Entwicklung, mit der man auch einem Stillstand entgegen steuert, der in letzter Konsequenz sogar geschäftsschädigend sein kann.

Digitale Inklusion – für und miteinander arbeiten

Die digitale Welt hält unaufhaltsam Einzug in den Retail. Da nicht jeder Einzelhändler hier zum Experten werden kann, sind Kooperationen und Partnerschaften in diesem Bereich mittlerweile ein Muss. Dabei gilt es, externe Experten in die Arbeitsprozesse des eigenen Unternehmens bestmöglich einzubinden. Inklusion ist dabei das Zauberwort.

Bei der Inklusion der digitalen Experten in die Teams und Arbeitsabläufe eines Retailers, müssen sich diese nicht anpassen. Sie werden ein Teil des Ganzen. Sowohl online wie auch offline wird kein Unterschied mehr gemacht. Speziell Informationen stehen über einen inklusiven digitalen Retail-Ansatz allen im Unternehmen gleichermaßen zur Verfügung.

Copy/Paste mit individuellen Variationen

► Eine wundersame, herrliche Wiederholung, in der aber auch viel Neues steckt – diese Herangehensweise ist ein aktueller Trend im Retail. Dies bedeutet, dass viele Einzelhändler zum einen erkannt haben, dass individueller Ladenbau die Neugier der Kunden weckt, zum anderen ein roter Designfaden in allen Filialen trotzdem wichtig ist. Der Grund dafür ist, dass man so ein multiplikationsfähiges Ladenkonzept erstellen kann.

Ladenbaudesign im Einzelhandel
Retaildesign Ladenbau – Bild #623304490 © Yulia-B – iStock.com

Für die Ladenbauer wird es in Zukunft also mitentscheidend sein, für die Auftraggeber einerseits charmante Läden mit eigener Persönlichkeit zu kreieren, diese aber auch aus Budgetgründen in leichten Variationen wiederholbar zu gestalten.

Sinnvoll Emotionen einbauen

► Man kann sie riechen, sehen, hören, anfassen und schmecken – Produkte selbst im Laden zu kaufen, ist vielen Menschen lieber, als diese online zu bestellen. Diese Erkenntnis können Einzelhändler mithilfe erfahrener Ladenbauer für sich nutzen. Dabei steht die Verknüpfung der Waren und Produkte mit positiven Emotionen beim Kunden im Mittelpunkt. So sollte man sich beim Planen in die Lage der Kunden versetzen und deren Wünsche und Vorstellungen, speziell was das Image anbelangt, mitumsetzen.

Das wissen um die eigene Zielgruppe ist entscheidend.

Das Image eines Ladens und die entsprechende Wahrnehmung der Kunden sind dabei von größter Wichtigkeit. Je genauer der Auftraggeber diese Faktoren einem Ladenbauer mitgeben kann, desto präziser wird dessen Umsetzung sein. Im Idealfall werden dabei die Vorstellungen der Zielgruppe positiv bestätigt.

Mit allen Sinnen genießen … lassen

► Die optische Gestaltung eines Ladens oder eines Geschäfts stehen bei vielen Ladeninhabern an erster Stelle. Erfahrene Ladenbauer raten aber immer öfter dazu, die anderen Sinne nicht zu vergessen. Das Einkaufserlebnis sollte möglichst auch Ohren, Nase und Hände mit einbeziehen. Diese multisensuale Kundenansprache soll Emotionen wecken.

Form-, Licht- und Farbgestaltung eines Verkaufsraums sollte professionell konzipiert, geplant und durchgeführt werden. So werden Marken- und Image-Aussagen verkaufsfördernd transportiert. Speziell das Licht kann durch geschickte Akzentuierung Räume einteilen, Kunden durch ein Geschäft leiten sowie durch wortwörtliche Highlights ein Produkt besonders strahlen lassen.

Überraschung und Erstaunen schaffen ein Verkaufserlebnis

► Erfolgreiche Stores sind deswegen erfolgreich, weil sie ihre Kunden immer wieder aufs Neue überraschen und begeistern können. So bleiben die Menschen neugierig und werden zu Stammkunden.

Neben dem Sortiment und der professionellen Betreuung durch das Verkaufspersonal ist es das Einkaufserlebnis an sich, welches Laufkunden zu Stammkunden machen kann. Der Trend, durch geschickt eingesetzten Ladenbau die Erlebnisqualität in einem Geschäft zu erhöhen, ist aktuell allgegenwärtig zu spüren. Auf Kundenwünsche abgestimmte Ladeneinrichtung kann die Verweildauer der Kunden erhöhen.

Soziales Miteinander im Shop

► Das soziale Leben eines Menschen fokussiert sich in der Regel auf das eigene Heim, den Arbeitsplatz sowie auf die Einkaufsmöglichkeiten. Die Tradition, Geschäfte und Läden als Fokus des Gemeinschaftslebens zu sehen, entstammt den Marktplätzen. Diese stellten zentral Waren zur Verfügung. Man traf sich, handelte, tauschte sich aus und hatte Freude am Miteinander. Diese Funktion wiederzubeleben ist aktuell sowohl Trend als auch Herausforderung im Retail.

Stores und Shops können sich in enger Absprache mit dem Ladenbauer darauf konzentrieren, mit produktunabhängigen Kundenflächen und weiteren Attraktionen ihr Angebot zu erweitern. Experten raten mehr und mehr dazu, sich auf die verbindenden Fähigkeiten des Einzelhandels zu besinnen. So entsteht eine emotionale Bindung zwischen Kunden und Geschäft.

Was will der Kunde?

► Bislang stand die Befriedigung der Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt der Einzelhandelsaktivitäten. Und auch heute noch misst man unternehmerischen Erfolg auch daran, wie genau man die eigene Zielgruppe kennt und weiß, welches Produkt wann und in welcher Form wo nachgefragt wird.

Digitaler Ladenbau und vorausschauende Planung, gepaart mit einer punktgenauen Zielgruppenanalyse, kann es dem Ladenbesitzer erleichtern, nicht nur auf Kundenwünsche zu reagieren, sondern solche auch zu erzeugen. Produktinnovationen richtig präsentiert wecken Nachfrage automatisch.

Fazit

► Erfolg im Handel misst sich maßgeblich am durchdachten, professionell konzipierten und planvoll umgesetzten Ladenbau. Dabei betreten Einzelhändler wie auch Ladenbauer immer wieder Neuland. Man will mit Blick auf den Kunden schließlich stets frisch und am Puls der Zeit bleiben. Erfolg hat dabei, wer sich in allen Belangen erinnerungswürdig aus der Masse abhebt. 

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