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Montag, Juni 1, 2020
Ladenbau & Ladendesign Der stationäre Retail bleibt vorn

Der stationäre Retail bleibt vorn

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Der Umsatz der Top 3 stationären Handelsunternehmen ist mit 62,8 Milliarden Euro derzeit noch größer als der des gesamten Onlinehandels (56 Milliarden Euro).

Zum Hintergrund der Studie

„Geschäfte prägen deutschen Handel“ schreibt das Kölner EHI Retail Institute (Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner) zu seiner aktuellen Studie über die „Top 1.000 stationäre Einzelhändler“ in Deutschland.

Demnach erwirtschafteten die „Top 1.000 stationären Vertriebslinien“ im Jahr 2018 einen Netto-Umsatz in Höhe von 311 Milliarden Euro. Das sind fast 60 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, der sich auf 526,8 Milliarden Euro beläuft.

“Der stationäre Handel bleibt die tragende Säule des Einzelhandels.”

Experten des EHI

Ungleiche Verteilung der Umsätze im Retail

Dabei ist der Umsatz der Top 3 stationären Handelsunternehmen mit 62,8 Milliarden Euro größer als der des gesamten Onlinehandels mit 56 Milliarden. Fazit der EHI Experten: „Auch wenn der E-Commerce sich inzwischen knapp über 10 Prozent Marktanteile sichern kann, bleibt der stationäre Handel die tragende Säule des Einzelhandels.“

Die Dominanz des LEH

Mit einem Umsatzanteil von knapp 57 Prozent werde der stationäre Einzelhandel der Top 1.000 vom Lebensmittelhandel dominiert. Neun der zehn umsatzstärksten Vertriebslinien stammen aus dieser Branche. Allen voran Edeka inklusive seiner Regionalgesellschaften. Auf den Plätzen: Lidl, Aldi Süd, Rewe, Netto, Kaufland und Aldi Nord. 

Der Lebensmitteldiscounter Penny tauschte mit dem SB-Warenhaus Real die Plätze und steht nun auf Platz 8 des Rankings. Als einziger Nicht-Lebensmittler erscheint dm-drogeriemarkt unter den Top 10. 

Insgesamt erwirtschafteten diese 10 größten Vertriebslinien knapp 137 Milliarden Euro. Das bedeutet: 44 Prozent der Umsatzerlöse des gesamten Rankings – also der Top 1.000 unter den Handelsunternehmen – werden von den Top 10 erwirtschaftet. 

Parallelen zum Online-Business

Das gleiche Bild im Onlinehandel: Auch hier generieren die Top 10 mit 17,2 Milliarden Euro rund 40 Prozent der gesamten E-Commerce-Erlöse.

Umsätze der Top 1000 Vertriebslinien im stationären Einzelhandel

Den zweitgrößten Anteil an den Umsätzen der Top 1.000 Einzelhändler hat der Bereich DIY & Einrichten. Rund 14 Prozent entfallen auf diese Branche, in der einige Unternehmensübernahmen z.B. durch XXXLutz im Bereich Möbel für Bewegung gesorgt haben. Das stationäre Geschäft prägt auch in diesem Bereich weiterhin den Markt. 

Mode & Accessoires liegen mit 27,3 Milliarden Euro auf einem respektablen Platz 3 und kann sich so auch noch gegen die Branche Technik behaupten, die aktuell mit einem Umsatz von 19,8 Mrd. Euro auf Platz 4 rangiert.

Zur Studie

Die online erhältliche Studien vom EHI Retail Institute stützt sich auf ein internationales Netzwerk das rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister umfasst.

Philipp Hartmann
Philipp Hartmann
Seine Kenntnisse in den Bereichen Marketing und Vertrieb hat Philipp Hartmann, der an der St. Galler Bussiness School seinen Diplomstudiengang in Marketing und Betriebswirtschaft abgeschlossen hat, vor allem durch die insgesamt über 16 jährige Erfahrung als Marketingleiter und Key Account Manager in der Möbelindustrie und im Ladenbau erworben. Seine Leidenschaft für alle Themen rund um den Retail ist ungebrochen und fasziniert ihn jeden Tag aufs Neue. Für storefitting.com schreibt Philipp Hartmann regelmäßig zu den Themen Ladenbau, Messebau, Retail Marketing und Retail Technology.

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