Die imm cologne soll anders werden – Paradigmenwechsel in Köln

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Foto: Quelle und Copyright, Koelnmesse

„Wir werden die imm cologne zur Business-, Dialog- und Contentplattform ausbauen“, sagt Matthias Poll- mann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse über die Zukunft der Möbelmesse in Köln. Das heißt: Über die Produktpräsentationen der Aussteller hinaus wollen die Kölner Messemacher „aktiv den Businesserfolg der Einrichtungsbranche neugestalten“. Die imm cologne „als führende Business-Plattform und Thinktank der Einrichtungsbranche“, das schwebt der Koelnmesse vor.

Und dafür hat Pollmann eine Menge beeindruckender Anglizismen parat: Die Rede ist von einem Settup bei der Hallenaufplanung, einem Angebot an Thought Leadership und Business Enablement.

In Köln habe man die Auszeit genutzt, um das bestehende Konzept zu überarbeiten und den Grundstein für ein ganz neues Messeerlebnis zu legen. Bedeutet: „Die Aufgaben einer Messe wie der imm cologne wandeln sich in der Zukunft. Sie muss nicht nur Business generieren, über Produkte und Inszenierungen inspirieren, sondern zunehmend auch eine eigenständige Haltung entwickeln, um dann darüber neues Business zu generieren.“ Ganz im Sinne des neuen Leitgedankens der Koelnmesse: „up next Business“.

Aus Sicht der Veranstalter, so Pollmann weiter, müssen Leitmessen in Zukunft eine eigene Dynamik entfalten. „Wir können und müssen Themen zur Diskussion stellen, die die Gesellschaft bewegen. Themen wie Nachhaltigkeit oder Klimaschutz sind gesellschaftliche Herausforderungen, die einen unmittelbaren Einfluss auf unser Leben und Wohnen haben.“

Es geht in Köln also nicht mehr – nur – darum, Möbel aufzustellen und zu verkaufen, wie das früher mal war. Aus Koelnmesse-Sicht werde es für die Unternehmen entscheidend sein, „ihren wirtschaftlichen Erfolg mit der gesellschaftlichen Verantwortung in Balance zu bringen“. Es gehe um Klimaschutz und nachhaltiges Handeln, bei der Herstellung von innovativen Produkten.

Nicht etwa nur in der Positionierung des eigenen Unternehmens, sondern vor allem aus Sicht der Konsumenten. Und so wandele sich die Messegesellschaft „immer mehr vom Content Mover zum Thought Leader“. Ein Thought Leader, also ein Vordenker und Meinungsführer, stehe für eine hohe Expertise auf seinem Gebiet und verkörpere gleichzeitig Innovation und Vision.

So sehe die Koelnmesse ihre künftige Rolle darin, eine Plattform zu bieten für innovative Unternehmen, Einrichtungsmarken und Öffentlichkeit – „eine Plattform, um klassisches Business zu generieren, auf der aber auch gesellschaftsrelevante Themen diskutiert und Lösungsansätze gesucht werden, die durch neue Produkte und Handlungsmuster erfüllt werden können“.