Sonntag, Mai 9, 2021
Messebau MESSE-VERANSTALTER IM DISPUT

MESSE-VERANSTALTER IM DISPUT

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Koelnmesse-Chef Gerald Böse sieht die Lage komplett anders als sein Kollege Wolfgang Marzin von der Messe Frankfurt

► Die Ankündigung der Messe Frankfurt, bis einschließlich März 2021 keine eigenen physischen Messen am Standort Frankfurt zu veranstalten (hartdran.com vom 21.09.2020), stößt beim Mitbewerber Koelnmesse auf völliges Unverständnis.

Wir freuen uns auf unsere Messen in Köln!

Koelnmesse Geschäftsführer, Gerald Böse

„Koelnmesse bekräftigt die Rückkehr zu physischen Messen unter sicheren Bedingungen“, lässt Messe-Chef Gerald Böse mitteilen und versichert: „Wir freuen uns auf unsere Messen in Köln!“

Warum reagiert die Koelnmesse so offensiv?

Hintergrund laut Koelnmesse Mitteilung: „Die weltweite Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf das internationale Messegeschäft und führt immer wieder zu Absagen und Verschiebungen von Veranstaltungen an allen Standorten, betroffen sind zahlreiche Branchen.“ Als zeitlich bisher weitest gehende Maßnahme habe am 21.09.2020 die Messe Frankfurt mitgeteilt, dass sie im Jahr 2021 bis einschließlich März keine eigenen physischen Messen am Standort Frankfurt veranstalten werde.

jeder Messestandort muss sich den Auswirkungen der Pandemie auf seine Weise stellen

Koelnmesse Geschäftsführer, Gerald Böse

In diesem Gesamtzusammenhang nimmt Gerald Böse als Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse wie folgt Stellung: „Der Zeitpunkt der Frankfurter Entscheidung ist überraschend, gerade weil sich aktuell der Messemarkt auch in Deutschland wiederbelebt.

Aber jeder Messestandort muss sich den Auswirkungen der Pandemie auf seine Weise stellen und seine Entscheidungen den Besonderheiten des eigenen Portfolios entsprechend treffen.“

Baldmöglichst wieder Messen in Köln veranstalten

In Köln halte man selbstverständlich weiterhin an den Plänen fest, bald wieder Messen auf eigenem Gelände zu veranstalten. Diese Pläne seien mit Ausstellern und Besuchern „intensiv besprochen und abgestimmt“.

Böse: „Die Branchen wollen wieder an Messen teilnehmen – immer unter der Prämisse der Sicherheit und natürlich der behördlichen Genehmigungen.“

Geschäftsführer der Kölnmesse Gerald Böse
Kölnmesse Geschäftsführer Gerald Böse – Quelle & Copyright: Kölnmesse GmbH

Und Oliver Frese, Geschäftsführer und Chief Operating Officer der Koelnmesse assistiert: „In Nordrhein-Westfalen haben gerade die Düsseldorfer Kollegen mit dem Caravan Salon gezeigt, dass Messen unter Auflagen wieder machbar sind.

So werden auch wir zu jeder einzelnen Veranstaltung den Bedürfnissen der einzelnen Branchen entsprechend vorgehen.“

Mit deutlich weniger Internationalität wird gerechnet

Zwar erwarte man auch in Köln, nicht gleich zu Beginn des neuen Jahres, wieder die internationalen Dimensionen der Vorveranstaltungen zu erreichen. Die Beteiligung werde deutlich fokussierter sein: bei den Kunstmessen im November eher auf den deutschen Markt orientiert, auf der imm cologne im Januar zum Beispiel „stark euro-zentriert“. – „Aber die Messen werden stattfinden.“

Die nächsten Veranstaltungen auf der Agenda der Koelnmesse am Standort Köln sind die Kunstmessen ART COLOGNE und COLOGNE FINE ART & DESIGN vom 18. bis 22.11.2020 sowie eine Reihe von Gastveranstaltungen.

2021 startet Köln dann mit der imm cologne und der LivingKitchen im Einrichtungsbereich (18. bis 24.01.2021), gefolgt von der Messe für Süßwaren und Snacks ISM und der Zuliefermesse ProSweets Cologne (31.01. bis 03.02.2021).

Die Koelnmesse setzte 2019 nach eigenen Angaben weltweit über 400 Millionen Euro um und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. Als Citymesse mitten in Europa verfügt Köln über das drittgrößte Messegelände in Deutschland und sieht sich mit annähernd 400.000 qm Hallen- und Außenfläche unter den Top Ten der Welt.

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