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Sonntag, August 9, 2020
Messebau Virtuelle Messen – Webinare und Webcasts

Virtuelle Messen – Webinare und Webcasts

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Aufgrund des Ausbruchs und Verlaufs der Corona-Pandemie sind die meisten Messen mittlerweile abgesagt worden. Auch wenn erste Veranstaltungen unter strengen Auflagen wieder erlaubt werden, ist die Branche von einem Regelbetrieb noch weit entfernt. Das hat auch große Auswirkungen auf zahlreiche Messebetreiber, die ihre Pläne für dieses Jahr vollkommen über den Haufen werfen mussten.

► Doch anstatt sich frustriert zurückzuziehen, entschlossen sich viele, nach neuen Wegen für sogenannte virtuelle Messen Ausschau zu halten. Dabei bringt dies Art der Präsentation ein riesiges Potential mit sich und könnte die Messelandschaft auch auf lange Sicht stark verändern. Dies wird von neuen Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality zusätzlich unterstützt.

Neben dem Effekt, dass man trotz der aktuellen Einschränkungen durch die Maßnahmen gegen das Coronavirus Messen veranstalten kann, profitieren Aussteller auch von geringeren Kosten und können zusätzlich die Umwelt schonen und den Nachhaltigkeitsgedanken für sich nutzen. Weniger Flüge, weniger Autofahrten – ganz allgemein weniger Treibstoffemissionen belasten aktuell den Globus. Viele Menschen wollen dies beibehalten. Daher sind virtuelle Messen ein idealer Weg, auch über Ländergrenzen hinweg Messe zu “besuchen”. 

Virtuelle Messen sind sicher

► Durch weniger direkte Kontakte zwischen Menschen sinkt auch das Risiko einer Infektion. Virtuelle Messen können also einen wichtigen Beitrag gegen die Ausbreitung von Krankheiten leisten. Der Rückgang der durch Messen verursachten Reisen, lässt nicht nur den globalen CO2-Ausstoß schrumpfen, auch Unfälle werden werden dadurch zurückgehen. Hinzukommt, dass Reise- und Messekosten die Budgets der Unternehmen geringer belasten.

Virtuelle Messen für den globalen Markt

Durch virtuelle Messen öffnen sich Veranstalter auch für mehr Messeteilnehmer und neue Zielgruppen. Der Grund ist, dass viele Leute aus Zeit- oder Budgetgründen lange Reisen nicht unternehmen können. Aber eine virtuelle Messe ist weder reise- noch geldintensiv für die Besucher. So gewährleisten virtuelle Messen einen besseren und weit gefächerten Austausch von Experten. Damit könnte die Kommunikation von Fachleuten auf globaler Ebene revolutioniert werden. 

Dienstleister für Webinare und Virtuelle Messen
Virtuelle Messen und Webinare – Bild #1225232811 © Andrei Stanescu – iStock.com

Dafür werden neue Webplattformen verwendet. Diese ermöglichen nicht nur eine direkte Face-to-Face-Unterhaltung, sondern können auf Messen oder Events auch bei Vorträgen oder Konferenzen verwendet werden. Zudem können so die Präsentationen in Bild und Video unmittelbarer von den Teilnehmern an ihren Endgeräten (Laptops, Tablets, Smartphones) wahrgenommen werden. Möglichkeiten für einen virtuellen Austausch bieten vielen Menschen schon heute Webcasts und Webinare. Dies baut Barrieren und Vorurteile gegen Virtuelle Messen zusätzlich ab. 

Wie funktioniert ein Webcast als Messeersatz?

► Definiert wird ein Webcast wie folgt. Sobald sich mehr als 20 Personen in einem virtuellen Raum einen Vortrag einer anderen Person ansehen oder anhören, spricht man von einem Webcast. Ein anderer Begriff dafür ist auch Webkonferenz. Zusammengesetzt wird Webcast aus den Begriffen Web und Broadcast. Verstanden wird darunter also eine TV-Übertragung via Internet, bei der man dem Vortragenden Fragen stellen kann.

Fragen zu stellen ist technisch gesehen möglich, da aber die Zahl der Teilnehmer schnell die Grenze von 100 Menschen übersteigen kann, sind Diskussionen bei einem Webcast schwieriger. Oftmals wird diese Diskussion in einen anderen virtuellen Raum mit kleineren Gruppen ausgelagert. Hier können sich Interessenten mit Experten austauschen. Grundlegend ist der Vorteil von Webcasts, dass man damit sehr viele Menschen erreichen kann. 

Wie funktioniert ein Webinar als Messeersatz?

Der große Unterschied zwischen einem Webcast und einem Webinar ist, dass bei einem Webinar der kommunikative Austausch zwischen den Teilnehmern Teil des Konzepts ist. Chatfunktionen auf den Plattformen, über die der Vortrag gestreamt wird, dienen zum Beispiel den Zuhörern zum regen Miteinander.

► So können neben Diskussionsbeiträgen auch Dokumente und Links ausgetauscht werden. Die Natur eines höchst kommunikativen Webinars bedingt, dass meist mehr als eine Person vorträgt. Die andere sollte sich immer wieder auch moderierend um den Chat kümmern. Zudem kann letztere auch die Präsentation laufen lassen, während sich erstere rein auf den Vortrag fokussieren kann. 

Webinare werden in der Regel nicht nur gestreamt, sondern auch aufgezeichnet. Somit können Messeteilnehmer, die den Livestream verpasst haben, dem Vortrag zeitversetzt lauschen. Dann fällt die Live-Diskussion meist weg. 

Interaktive Virtuelle Messen mit 3D-Ständen und Live-Kommunikation

Richtig spannend wird es, wenn man sich die innovativen Möglichkeiten von Plattformen für Virtuelle und Hybride Events wie EXPO-X ansieht. Hier wurden vom 16.-17.Juni 2020 die Investor Days Thüringen in virtueller Form veranstaltet. Unter dem Motto “Playing Changes” haben insgesamt 50 Start-ups und Wachstumsunternehmen ihre Geschäftsmodelle rund 600 Messebesuchern virtuell präsentiert. Die Teilnehmer kamen dabei neben Deutschland auch aus Spanien, Schweden, Norwegen, Uruguay und den USA.

Die Qualität der Veranstaltung ist beeindruckend und gibt jedem interessierten Aussteller einen sehr konkreten Eindruck, wie Virtuelle Messen die traditionelle Messelandschaft nachhaltig verändern können.      

Wie spreche ich meine Kunden auf virtuellen Messen an?

Machen Sie sich bewusst, dass Sie bei einer Virtuellen Messe nur zwei der eigentlich fünf wichtigen Sinne des Menschen ansprechen können. Konzentrieren Sie sich daher besonders stark auf die Wahrnehmung in Bezug auf Sehen und Hören. Auch auf Virtuellen Messen ist der optische Eindruck Ihres 3D-Messestand sehr wichtig. Der potenziell Kunde sollte möglichst schnell erkennen, welche Werte, Innovationen und Kreativität er von Ihrem Unternehmen erwarten kann. Tools für die Interaktion bieten auch auf Virtuellen Messen die Möglichkeit, Kunden zu Überraschen und so nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.

Wie schaffe ich persönliche Nähe auf Virtuellen Messen?

Wie auf traditionellen Messen ist es auch im virtuellen Raum wichtig, Kunden direkt ansprechen zu können und Ihnen Aufmerksamkeit und Interesse zu schenken. Ein persönlicher Video-Chat oder auch ein Workshop in Gruppen ist hierfür ideal geeignet. Vereinbaren Sie konkrete Gesprächstermine und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kunden. So schaffen Sie auch auf Virtuellen Messen eine persönliche Verbindung zu Ihren Kunden.

Wie kann ich an einer Virtuellen Messe teilnehmen?

Unter suchbegriffen wie Virtuelles-Messegelände oder Virtuelle-Messeplattform sind bereits jetzt einige Veranstaltungen zu finden. Auch auf den Websites der Messeveranstalter kann man sich für die Teilnahme an einer Virtuellen Messe als Besucher oder Aussteller registrieren.

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Philipp Hartmann
Philipp Hartmann
Seine Kenntnisse in den Bereichen Marketing und Vertrieb hat Philipp Hartmann, der an der St. Galler Bussiness School seinen Diplomstudiengang in Marketing und Betriebswirtschaft abgeschlossen hat, vor allem durch die insgesamt über 16 jährige Erfahrung als Marketingleiter und Key Account Manager in der Möbelindustrie und im Ladenbau erworben. Seine Leidenschaft für alle Themen rund um den Retail ist ungebrochen und fasziniert ihn jeden Tag aufs Neue. Für storefitting.com schreibt Philipp Hartmann regelmäßig zu den Themen Ladenbau, Messebau, Retail Marketing und Retail Technology.

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