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Montag, Juni 1, 2020
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Visual Merchandising – diese Trends sollten Sie 2020 nicht verpassen

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 „Ich kam, ich sah, … ich kaufte“. Das Interesse der Kunden wird oftmals durch das wiederholte Betrachten optischer Reize ausgelöst und verstärkt. Auf diese Tatsache setzt visuelles Merchandising. Genauer betrachtet lassen sich auf dem weiten Feld des visuellen Merchandisings für das Jahr 2020 sieben ausgereifte, bereits auf ihre Wirksamkeit getestete, Trends erkennen.

Direkte visuelle Ansprache, ohne dabei die Augen zu überfordern, und trotzdem genug Präsenz zeigen, um sich positiv im Gedächtnis zu verankern – dies ist Grundlage der hier vorgestellten Strategien.

Die Freude am Einkauf teilen lassen

Jung, modern und das Smartphone stets griffbereit – das sind die Generationen Y und Z. Beim Kauf von Produkten steht für diese Zielgruppe der Besitz nicht mehr im Vordergrund. Wichtig ist das Erlebnis. Dies gilt auch am Point-of-Sale (POS). Reine Produktinformationen sind hier nicht mehr ausreichend, um junge Konsumenten von einer Ware zu überzeugen.

Einzelhändler sollten im Jahr 2020 darauf setzen, nicht nur das Visual Merchandising, sondern auch alle anderen Sinne anzusprechen. Innovative und frische Kundenansprache setzt auf ein rund um den Kunden erzeugtes Erlebnis, in welches das Produkt positiv eingebunden ist.

Ein Zusatznutzen bei einer solchen Strategie, speziell bei den Generationen Y und Z, ist, dass diese letztlich jedes Erlebnis auf Social-Media-Kanälen teilen. Damit fungieren sie als unentgeltliche Influencer.

Visual Merchandising – jede Produktfamilie kann eine Insel sein

Inseln sind für viele Menschen Orte der Sehnsucht und der Erfüllung ihrer Träume. In leicht abgeschwächter Form nutzen zahlreiche Stores, Läden und Shops das Prinzip der Inselpräsentation. Pop-up-Flächen oder auch eigene Themenwelten in größeren Verkaufsräumen bieten sich hervorragend dafür an, mehr als das bekannte und erwartete Sortiment zu präsentieren.

  • Shop-in-Shop
  • Pop-up-Flächen
  • Fokuspunkte
  • Aktionsware
  • Saisonflächen

► Über den „Laden im Laden“ kann man nicht nur sortimentsfremde, sondern auch saisonal wechselnde Waren anbieten. Die Gestaltung der Themenwelten mittels Visual Merchandising sollte sich optisch vom Rest des Ladens abheben. Ansonsten ist eine gesonderte Wahrnehmung schwer. Viele Einzelhändler berichten, dass ihre Pop-up-Flächen zu merklichen Zusatzverkäufen geführt haben.

Mit Visual Merchandising auf das Umweltbewusstsein setzen

Grünes Gewissen und Umweltbewusstsein bestimmen immer mehr die Kaufentscheidungen der Konsumenten. Das bedeutet, die optische Präsentation der Produkte sollte sich darauf mitfokussieren. Einbettung von Produkten in grüne Landschaften mittels Bilder, echter Bepflanzung oder passender Materialität ist ein visuell eindeutiger Fingerzeig in Richtung der Kundschaft, dass man deren Wunsch nach Nachhaltigkeit verstanden hat.

► An der Theke, über oder an Regalen oder auf Screens strategisch im ganzen Laden verteilt, kann so die Botschaft vermittelt werden, dass die Menschen im Laden umweltbewusst einkaufen können. Auch große Pflanzen, strategisch wohlüberlegt platziert, helfen dabei, das grüne Image visuell noch dank Visual Merchandising zu verstärken.

Mit Schildern und Screens das Storytelling perfektionieren

Analoge und digitale Beschilderungen sind in der Welt des visuellen Merchandisings nicht zu ersetzende Werbe- und Storytelling-Mittel.  A-Aufsteller, aber auch Sales-, Preis-, Marken- und Aktionsschilder bieten nicht nur die Möglichkeit, Informationen zu vermitteln, sondern im Verbund eine für den Kunden spannende Geschichte zu erzählen.

  • Schiefertafeln
  • Salebanner
  • Wandschriften
  • Persönliche Botschaften – handgeschrieben
  • Digitale Screens

Kurze, klare und zum Konzept des Ladens passende Nachrichten werden immer häufiger auf analogen Schildern kommuniziert. Je komplexer eine Geschichte, eine Information ist, desto eher wird diese über digitale Beschilderung übermittelt. Der Vorteil des Visual Merchandisings, die Bilder sind in Bewegung, Schriftzüge können eingeblendet werden und bei einer entsprechenden Ausstattung kann alles durch Toneffekte und Musik unterstützt werden.

Die Kraft des „analogen“ im Visual Merchandising

Klare Botschaften über analoge, verkaufsfördernde Mittel wie Schilder mit „Kauf mich“ oder „Like mich“ haben zwei Effekte. Zum einen kann so ein Dialog mit dem Kunden stattfinden, zum anderen sind bestimmende Anweisungen für viele Menschen eine Erleichterung des Alltags. Dies gilt auch für ihre Kaufentscheidungen.

Direkt am POS platzierte imperative Schilder können dazu beitrage, dass sich Konsumenten auf ein „Gespräch“ mit der Ware einlassen. Dieses Gespräch wird meist nicht verbal geführt. Stattdessen nimmt der Kunde das Produkt in die Hand um es zu begutachten.

Somit wird über Schilder des Visuellen Merchandisings auch die erste Barriere zwischen Kunden und Ware beseitigt – Stichwort „Probiere mich aus“. Neben imperativen Anweisungen wie „Kauf mich“ können auch andere Botschaften zur Verkaufsförderung beitragen. Hier wird Kreativität und Einfallsreichtum in der Regel von den Kunden belohnt.

KISS – Keep It Short and Simple – im Visual Merchandising

Schon bei den Schildern war deutlich, dass die visuellen Botschaften in Richtung der Kunden kurzgehalten werden sollten. Viele Experten gehen heute davon aus, dass durch die Nutzung der Smartphones die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen drastisch gesunken ist. Auch beim Ladenkonzept kann die Maxime KISS, also Keep It Short and Simple, helfen, Kunden binnen kürzester Zeit zu animieren.

durch die Nutzung der Smartphones ist die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen drastisch gesunken.

Schnelle Informationen über den Preis, den Nutzen oder die Warenaussage können über Hotspots in den Läden erreicht werden. So kann man fokussiert zum Beispiel über begleitende Ladenausstattung den Nutzen eines Produkts in den Vordergrund rücken. Dabei gilt der Trend für 2020, dass neben klaren und eindeutigen Aussagen auch die Kreativität nicht zu kurz kommen darf.

Überall Omni-Channels

Die Verknüpfung von Online-Daten und Offline-Verkaufsflächen über visuelles Merchandising ist Trend und Herausforderung zugleich, denen sich Einzelhändler 2020 stellen sollten. Die Daten, wer welche Produkte wann in welchem Kontext online “geliked” oder sich angesehen hat, sind dank intelligenter Backends für die Unternehmen abrufbar. Über Kundenaccounts oder In-Store-Tracking kann den Kunden über digitale visuelle Merchandising-Flächen die angesehene Ware erneut schmackhaft gemacht werden.

Als Teil einer Omni-Channel-Strategie wird das visuelle Merchandising eine leicht anzupassende, wichtige Säule zur Kundeninformation. Auch die Einbettung in einen umfassenden Storytelling-Marketing-Ansatz ist möglich.

Fazit zum Visual Merchandising

2020 hat begonnen und im Einzelhandel werden die Menschen im Vordergrund und im Hintergrund kreativ tätig. Das Potential visueller Reize ist ungebrochen und wird über das Visual Merchandising weiter professionalisiert. Die aufgeführten Trends können dazu beitragen, den Kunden in die eigene Unternehmens- und Produkt-Storys einzubinden.

Philipp Hartmann
Philipp Hartmann
Seine Kenntnisse in den Bereichen Marketing und Vertrieb hat Philipp Hartmann, der an der St. Galler Bussiness School seinen Diplomstudiengang in Marketing und Betriebswirtschaft abgeschlossen hat, vor allem durch die insgesamt über 16 jährige Erfahrung als Marketingleiter und Key Account Manager in der Möbelindustrie und im Ladenbau erworben. Seine Leidenschaft für alle Themen rund um den Retail ist ungebrochen und fasziniert ihn jeden Tag aufs Neue. Für storefitting.com schreibt Philipp Hartmann regelmäßig zu den Themen Ladenbau, Messebau, Retail Marketing und Retail Technology.

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